25. Januar 2026
Mit einem feierlichen Festgottesdienst wurde das Jubiläumsjahr „125 Jahre Kirche St. Sebastian“ am Sonntag, 18.01.2026 beendet. Abt Nikodemus Schnabel OSB aus der Dormitio-Abtei in Jerusalem zelebrierte zusammen mit Pfarradministrator Thomas Maleja, Kaplan Philipp Schöppner und Pfarrer i.R. Bernhard Axt das Pontifikalamt, das von der Chorvereinigung Cäcilia Neuhof und Singegemeinschaft CONCORDIA Mittelkalbach musikalisch mitgestaltet wurde.
Die örtlichen Vereine mit ihren Fahnenabordnungen, sowie die Messdiener und Zelebranten, zogen in das vollbesetzte Gotteshaus ein und sangen gemeinsam das Lied des Heiligen Sebastian.
Pfarradministrator Pfarrer Thomas Maleja begrüßte herzlich den Hauptzelebranten Abt Nikodemus aus Jerusalem, dessen Wurzeln aus Fulda stammen. Dort absolvierte er das Abitur am Domgymnasium und studierte am Priesterseminar Theologie.
Abt Nikodemus freute sich ganz besonders, zum ersten Mal in der Kirche St. Sebastian zu sein, die genau im gleichen Jahr wie die Dormitio-Abtei erbaut wurde (1900). Nach der Lesung sang der Chor „Herr deine Güte reicht soweit“ unter der Leitung von Chorleiter und Organist Herrn Michael Junk.
Das Evangelium wurde von Herrn Kaplan Philipp Schöppner vorgetragen und nach dem letzten Halleluja-Ruf begann der Abt mit seiner aufbauenden Predigt.
Abt Nikodemus appellierte immer wieder an die Gläubigen: „Fürchtet euch nicht vor der Zukunft und vor dem, was kommen und wie es in der Welt und mit der Kirche weiter gehen wird. Beruft euch auf Jesus Christus, der unser Vorbild ist, das Fundament, auf dem alles steht, so wie es der Apostel Paulus immer wieder in seinen Briefen schrieb und auch unser Kirchenpatron St. Sebastian durch sein Leben und Sterben bezeugte.
Die Kirche ist das Gebäude, das aus lebendigen Steinen besteht, aus Menschen, die über Generationen hinaus erzählen können, dass sie stets Hoffnung hatten und Kraft und Zuversicht aus dem Glauben schöpfen. „Diese Menschen können predigen, Stimmen sein und Zeugnis ablegen für künftige Generationen,“ so betonte es Abt Nikodemus.
Während der Opferung sang der Chor im Wechsel mit der Gemeinde und der Solo-Trompete, gespielt von Frau Luisa Trageser, das Lied „Wenn wir unsere Gaben bringen“. Der gemischte Chor präsentierte zum Sanctus den „Ambrosianischen Lobgesang“ mit den Worten „Herr Gott dich loben wir“. Zur Danksagung wurde wieder im Wechsel mit der Gemeinde und der Trompetenspielerin „Nun danket alle Gott“ gesungen.
Herr Andreas Pörtner, Pfarrgemeinderatssprecher der Pfarrgemeinde St. Kilian, bedankte sich bei Abt Nikodemus für den krönenden Abschluss des Jubiläumsjahres und überreichte ihm eine Magnum Flasche Festwein.
Wie es in Mittelkalbach seit nunmehr 16 Jahren Tradition ist, segnete der Abt nun den Sebastianswein und das Brot, die sogenannte „Sebastians-Minne“. Nach dem Segen und dem Lied „Großer Go1, wir loben dich“ folgte der feierliche Auszug aller Gottesdiensteilnehmer.
Im Bürgerhaus Mi1elkalbach schloss sich dann die Verkostung der Sebastians-Minne an, zu der die Singegemeinschaft CONCORDIA Mittelkalbach einlud. Herr Alfons Weß, der erste Vorsitzende der Singegemeinschaft CONCORDIA Mittelkalbach, begrüßte alle anwesenden Gäste, insbesondere den Abt Nikodemus Schnabel und seine Mutter, Pfarrer Thomas Maleja, Kaplan Philipp Schöppner, Pfarrer i.R. Bernhard Axt, Pater Mobin Simon, Herrn Andreas Pörtner, Herrn Thomas Fuge, geschäftsführender Vorsitzender des Verwaltungsrates, den Bürgermeister Mark Bagus, sowie die Fahnenabordnungen der Mittelkalbacher Vereine und bedankte sich für das feierliche Pontifikalamt und die Weihe der „Sebastians-Minne“.
Herr Weß hob hervor, dass anlässlich des 90-jährigen Jubiläums der Singegemeinschaft CONCORDIA Mi1elkalbach nach vielen Jahren durch die Initiative des Chorleiters Michael Junk dieser alte Brauch nun schon zum 16. Mal wieder neu belebt wurde. Schon seit dem Mittelalter ist das Trinken des ersten Weines an diesem Tag, dem 20. Januar, üblich. Man bezeichnet diesen Wein auch als „Sebastians-Pfeil“. An diesem Tag feierten schon unsere Vorfahren einen Gottesdienst und alle Verwandten von auswärts kamen in ihr Elternhaus zur „Wurstkirmes“. Es wurde Sauerkraut mit Wurst und Brot gegessen.
Auf dem diesjährigen Weinetikett ist eine Ikone des Hl. Sebastian zu sehen, die erst im letzten Jahr in wunderbarer Weise geschrieben wurde. Das Layout der Etiketten hat wie gewohnt unser Chorleiter Michael Junk vorgenommen, dafür dankt ihm die Singegemeinschaft CONCORDIA Mittelkalbach ganz herzlich. Der Wein ist auch zum käuflichen Erwerb gedacht, sei es als ein schönes Geschenk für einen besonderen Anlass oder für den eigenen Genuss. In der Hoffnung, dass dieser Brauch auch in Zukunft weitergeführt wird, erhob Herr Weß das Glas zum Trinken der Stärke unseres Kirchenpatrons, des Hl. Sebastian.
Text: Petra Hillenbrand
Fotos: Hort Heil
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