Unser Glaube & Beten

Kelch und Hostienschale

von Pfarrer Christian Schmitt

Sooft ihr von diesem Brot esst

und aus dem Kelch trinkt,

verkündet ihr den Tod des Herrn,

bis er kommt.

1 KOR 11,26

 

Von Anfang an hatte der Sonntag für die christlichen Gemeinden eine besondere Bedeutung. Am "ersten Tag der Woche" kamen die Gläubigen zusammen, um "das Brot zu brechen", d.h. Eucharistie zu Feiern (Apg 20,7). Die Eucharistie war ihnen das Lebens-Mittel schlechthin, die "Arznei der Unsterblichkeit" (Ignatius von Antiochien), ohne die sie nicht Christen sein konnten.

In der Welt von heute gerät der Sonntag leicht in den Sog ausufernder Betriebsamkeit und wirtschaftlicher Interessen oder wird ausschließlich als Freiraum für Entspannung beansprucht. Wird aber der Lebenshunger der Menschen allein durch Leistung oder Zerstreuung gestillt?

Messe am Sonntag heißt wöchentlich Ostern feiern: Gott hat uns seinen Sohn gegeben, ihn aus dem Tod errettet und uns dadurch das Tor zum ewigen Leben aufgetan. Im österlichen Mahl werden wir auf dem Weg zu diesem Leben genährt.

Quelle: Neues Gotteslob, 580

Die Eucharistie ist das zentrale Sakrament des katholischen Glaubens. Im letzten Abendmahl mit den zwölf Aposteln hat Jesus selbst diese Feier erstmals begangen und den Mitfeiernden aufgetragen, es ihm gleichzutun: „Tut dies zu meinem Gedächtnis“. In der Eucharistie empfangen wir in Gestalt von Brot und Wein den Leib und das Blut Christi und nehmen somit Christus in uns auf. Deshalb hat das Zweite Vatikanische Konzil sie auch als „Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens“ bezeichnet (LG 11).

Katholiken empfangen die Kommunion üblicherweise erstmals im Alter von ca. neun Jahren. Die Feier der Erstkommunion findet jährlich in unseren Gemeinden statt. Die Kinder werden auf diesen großen Schritt im Rahmen eines Erstkommunionskatechese und in Weggottesdienste  vorbereitet. Informationen sind über das Pfarrbüro in Mittelkalbach zu erhalten.